
Ein neues Album zwischen musikalischer Vergangenheit, Gegenwart und ganz viel Reim-Gefühl
Matthias Reim ist zurück und „Flashback“ ist mehr als nur der Titel seines neuen Studioalbums: Es ist eine musikalische Reise durch seine eigene Vergangenheit, die gleichzeitig ganz klar im Hier und Jetzt ankommt. Mit 15 neuen Songs blickt Matthias Reim zurück, greift musikalische Erinnerungen auf und verbindet sie mit neuen Geschichten aus seinem Leben. Das Ergebnis: ein Album, das vertraut klingt und sich trotzdem frisch anfühlt.
Denn „Flashback“ steckt voller kleiner musikalischer Zeitreisen. Der Künstler spielt bewusst mit legendären Zeilen aus seinem eigenen Repertoire, greift vertraute Stilistiken und Tempi auf und holt sogar einen seiner frühesten Songs zurück: „Von fernen Sternen“, den er für das neue Album noch einmal komplett neu betrachtet hat. „Meine Güte, du hast damals eigentlich auch coole Songs geschrieben, aber du konntest einfach noch nicht produzieren“, erinnert er sich. So wird aus dem Rückblick kein nostalgisches Zurückschauen, sondern eine Begegnung zwischen dem Matthias Reim von damals und dem Künstler, der er heute ist.
„Verglichen mit den letzten Alben war ich endlich mal wieder so richtig inspiriert. Es war einfach die pure Freude am Kreativsein – und die war wieder da.“ Genau diese Energie hört man „Flashback“ an. Matthias Reim hatte Lust, Songs zu schreiben, zu produzieren, sich selbst zu beobachten und sich zu
fragen: Was habe ich früher gemacht? Was kann ich heute besser? Was hat mich damals ausgemacht und was macht mich heute aus?
Dabei bleibt der Künstler vor allem eines: sich selbst treu. „Gar nicht viel. Es ist eigentlich immer Matthias Reim, und der verändert sich eigentlich nicht sehr. Der entwickelt sich höchstens ein bisschen weiter.“
Und genau darin liegt die Stärke des Albums. „Flashback“ klingt nach dem Matthias Reim, den die Fans lieben. Jedoch mit der Erfahrung eines Künstlers, der seit Jahrzehnten Songs schreibt, produziert und auf den größten Bühnen des Landes steht.
Thematisch erzählt das Album Geschichten aus dem Leben: von Liebe und Verlust, von Selbstreflexion, Neuanfängen, Freundschaft, Vorurteilen und dem Älterwerden. Auch seine heutige Lebensphase findet ihren Platz. Mit 64 beziehungsweise 65 Jahren noch einmal Vater zu werden, hat Matthias Reims Blick auf das Leben verändert und damit auch seine Songs. Persönliche Erfahrungen treffen auf universelle Geschichten, in denen sich sein Publikum wiederfinden kann.
Musikalisch schöpft der Künstler dabei aus seiner gesamten Erfahrung. Rockige Elemente, große Melodien, Balladen und der typische Reim-Sound treffen auf moderne Produktion. Dabei nutzt er die Möglichkeiten der digitalen Welt, ohne seine Liebe zum Analogen aufzugeben. Sein Studio ist längst
nicht mehr nur Arbeitsplatz, sondern kreativer Spielplatz. „Das ist einfach mein Hobby. Und wenn das Hobby zum Beruf gemacht wird, wird es meistens gut, weil man es gerne tut.“
Besonders deutlich wird das bei Songs wie „Willkommen in meiner Zukunft“, der für Reim selbst eine der aufwendigsten Geburten des Albums war. Wochenlang arbeitete er an dem Song, verwarf Ideen und begann teilweise wieder von vorne, bis er genau das Gefühl transportierte, das er erzählen wollte.
Andere Songs entstanden dagegen fast wie aus dem Nichts: eine Idee auf dem Balkon, schnell ins Handy eingesungen und anschließend direkt ins Studio. Auch überraschende Kombinationen gehören zu „Flashback“. Mit Mia Julia wagt sich Matthias Reim auf „Keine Freunde bleiben“ in ein Terrain, bei dem er selbst kurz überlegte, wie das Publikum reagieren würde. Die Antwort fällt eindeutig aus: Es funktioniert. Humor, Story und musikalische Energie passen zusammen und zeigen einmal mehr, dass Matthias Reim sich nicht von Genregrenzen aufhalten lässt. Und dann sind da die großen Reim-Momente: „Gottverdammte Nacht“ erzählt von Trennung, Schuld und der Erkenntnis, dass Selbstreflexion manchmal wichtiger ist als die Suche nach einem Schuldigen.
„Die Sterne lügen“ spielt mit Vorurteilen und Horoskopen und setzt ihnen eine einfache Botschaft entgegen: Am Ende entscheidet der eigene Bauch. „Von fernen Sternen“ wiederum schlägt die Brücke zu den Anfängen seiner Karriere und macht den Albumtitel endgültig greifbar.
„Es ist völlig egal, was die Leute sagen oder was die Sterne sagen. Wenn du so empfindest, mach das. Dein Bauch entscheidet.“
Mit „Flashback“ legt Matthias Reim ein Album vor, das seine musikalische DNA feiert, ohne in der Vergangenheit stehen zu bleiben. Ein Album voller großer Gefühle, eingängiger Melodien und Geschichten, die nach dem Künstler klingen: ehrlich, direkt und mit einer gehörigen Portion Lebenserfahrung. Oder, wie er selbst es mit Blick auf die Songs sagt: „Wir können raushauen, dass die Schwarte kracht, weil diesmal so viele gefühlte Hits drauf sind, wie ich sie seit Jahren nicht mehr hatte.“
Und während „Flashback“ musikalisch zurückblickt, geht es für Matthias Reim gleichzeitig mit voller Kraft nach vorne: Die „35 Jahre – Verdammt, ich lieb dich“-Tour läuft aktuell und wurde bereits verlängert. Nach mehr als drei Jahrzehnten voller Hits, unzähliger Konzerte und großer Bühnen ist er noch lange nicht fertig. Im Gegenteil: Ein neues Album, eine neu entwickelte Live-Show und jede Menge Konzerttermine stehen an.
„Flashback“ ist damit kein Rückblick zum Abschied, sondern ein Rückblick mit Anlauf. Ein Album, das zeigt, wo Matthias Reim herkommt, wer er heute ist und warum seine Musik auch nach über drei Jahrzehnten noch genau dort ankommt, wo sie hingehört: beim Publikum.
Quelle: SMD/ Hansa Local
Dieses Album ist ab dem 18. September 2026 auf allen Download- und Streaming-Portalen erhältlich.
Airdate (für Radiosender): 18. September 2026

























